International Crises Group
Afghanistans Zukunft. Zukunft?
Die Regierung der nationalen Einheit

Die aktuellen Berichte zu Afghanistan über interne Fluchtalternativen, unsichere Sicherheitslagen, Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes, Tauschabkommen zwischen Regierungen – Geld gegen Rücknahme von Flüchtlingen – lassen erahnen, dass Angst zu einem zentralen Empfinden bei Betroffenen in- und außerhalb des Landes geworden ist. Innerhalb natürlich bei der dort lebenden Bevölkerung, außerhalb bei den Geflüchteten, die in Pakistan oder Deutschland von der Abschiebung bedroht sind. Die bisherigen Abschiebungen aus Deutschland haben bewirkt, unter den hier lebenden, rund 14.000 ausreisepflichtigen Flüchtlingen maximale Unsicherheit und Angst zu verbreiten. Angst vor existenzieller Bedrohung zu nehmen oder mindestens zu mindern, ist eine der Aufgaben, die sich die Staaten und Regierungen der Welt gerne selbst zuordnen. Inwieweit die Regierung in Afghanistan dazu auch nur in Ansätzen in der Lage ist, untersuchte vor kurzem die International Crisis Group.

 

Zum Autor:

Die International Crisis Group ist eine unabhängige, gemeinnützige Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Brüssel, die sich mit der Analyse und Politikberatung zu besonders schweren Gewaltkonflikten beschäftigt.