Thomas Stauber und Ankush Vengurlekar
Indiens atomare (Alb-)Träume
Die Uranminen von Jharkhand

Vor einigen Jahren sorgte der Chef der indischen Atomaufsichtsbehörde international für Schlagzeilen. Auf einer Pressekonferenz verkündete Srikumar Banerjee triumphierend, dass Forscher in Indien auf das „vermutlich größte Uranlager der Welt“ gestoßen seien. Der Fund im südöstlichen Andhra Pradesch kam dem Behörden-Boss sehr gelegen, denn Neu-Delhi favorisiert die Kernenergie und will den Anteil der Atomkraft an der gesamten Energieerzeugung bis 2050 auf 25 Prozent erhöhen. Unsere Autoren besuchten die Minenarbeiter im Bundesstaat Jharkhand und berichten über die Folgen des Uranabbaus.

 

Zu den Autoren:

Ankush Vengurlekar ist Kommunikationstrainer für NRO und freier Autor. Für diesen Beitrag unternahm er eine Fahrradexpedition durch Jharkhand. Auf seiner 900 km langen Tour besuchte Vengurlekar zahlreiche Indigene und erfuhr dort von Betroffenen mehr über die verheerenden ökologischen und gesundheitlichen Folgeschäden, die der Uranabbau verursacht.

 

Thomas Stauber (Name geändert) ist Soziologe und freier Journalist. Er befasst sich unter anderem mit sozialen Bewegungen, politischen Prozessen und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Indien.