P. B. M. Basaiawmoit
Skrupellose Atommacht
Uranabbau in Meghalaya

Meghalaya (übersetzt: „Über den Wolken“) ist ein Bundesstaat im Nordosten Indiens, der nicht zuletzt durch zwei indigene Gesellschaften bekannt geworden ist, die einer matrilinearen Tradition folgen: die Khasi und die Garo/Achik. Unbeschadet der aus dem Namen sprechenden Heile-Welt-Vorstellung wurde in Meghalaya bereits 1992 mit ersten Sondierungen zum Uranabbau begonnen. Leider hatte es die damalige Landesregierung versäumt, den Abbau zumindest Regeln zu unterwerfen. Die Aussicht auf Reichtum spülte, damals wie heute, alle Bedenken hinweg.

 

Zum Autor

P.B.M. Basaiawmoit (PhD) ist ehemaliger Vizepräsident des Nationalen Rates der Kirchen in Indien (NCCI) und übt im Moment das Amt des Vorsitzenden des Ausschusses für Frieden und Gerechtigkeit bei den Presbytern aus. Er engagiert sich seit über 35 Jahren für Menschenrechte und eine saubere Umwelt.

Südasien 3/2017