Lutz Viehweger
Ein Schritt hin zu mehr Demokratie?
Der Rücktritt Nawaz Sharifs

Auf der Weltbühne spielten 2016 die Enthüllungen rund um die Panama Papers eine gewichtige Rolle. Regierungen gerieten ins Straucheln und vereinzelt mussten Politiker zurücktreten. Die pakistanische Öffentlichkeit nahm an diesen Recherchen und Enthüllungen umso intensiver Anteil, da einige der Dokumente zeigten, dass der Nachwuchs, zwei Söhne und eine Tochter, von Premierminister Nawaz Sharif (Pakistan Muslim League – Nawaz PLM-N) von Offshore-Firmen profitierten. Teure Londoner Immobilien und unklare Besitz- und Anteilsverhältnisse an zahlreichen Firmen zogen die gesamte Familie Sharif in den Sog von nationalen und internationalen Recherchen. Infolgedessen reichte der Vorsitzende der Oppositionspartei Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI) Imran Khan, Klage gegen die gesamte Familie Sharif am Obersten Gerichtshof ein.

 

Zum Autor

Lutz Viehweger (PhD) ist Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Pakistan mit Sitz in Islamabad. Schwerpunkt der Arbeit im Land ist die Unterstützung des Dialoges zwischen verschiedenen Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Militär zu Themen der regionalen Kooperation und des Demokratisierungsprozesses. Auf ein Autorenfoto wird verzichtet.

Südasien 3/2017