Sebastian Hartig
Sprung in die Urbanität?
Adivasi-Jugendmigration in Jharkhand

Binnenmigration, die Wanderung innerhalb eines begrenzten Gebietes (Region, Staat), ist heute ein vor allem in den Ländern des globalen Südens zunehmendes soziales Phänomen. Dabei zeigt sich die Bewegung junger Menschen von ländlichen Regionen in urbane Zentren als die häufigste Form der Binnenwanderung. Im Rahmen seines gegenwärtigen Dissertationsprojektes befasst sich der Autor mit der anhaltenden Landflucht junger Adivasi (indigene Bevölkerung Indiens) aus den dörflichen Gebieten des Bundesstaats Jharkhand in indische Großstädte. Im Fokus der Untersuchung stehen dabei sowohl die Ursachen und Bedingungen permanenter und temporärer Jugendmigration als auch die Auswirkungen dieses Abwanderungstrends für die dortigen Dorfgemeinschaften im Kontext der Abwesenheit und Rückkehr junger Mitglieder.

Zum Autor

Sebastian Hartig ist Sozialpädagoge und promoviert über jugendliche Adivasi an der Universität Kassel zum Thema „Die Wechselwirkung von Wandlungsprozessen und Jugendmigration in indigenen Gemeinschaften Jharkhands / Indien"