Pakistan - Heft Nr. 3/2019

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Über Pakistan zu schreiben und Texte zusammenzustellen, war und ist eine Herausforderung für den Kopf und die – eingeschränkte – Vorstellungswelt des Redakteurs. Natürlich plagen mich Klischees über das Land, und Bollywood lässt keine Gelegenheit aus, diese zu bestärken. Die Beschäftigung mit dem Land durch den Schwerpunkt in diesem Heft hat das spontane Empfinden in gängigen Stereotypen etwas einhegen können. Mehr...

 

 

 

 

 

 

 

  

Gandhi und das heutige Indien - Heft Nr. 2/2019

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Über Gandhi im heutigen Indien als Schwerpunktthema zu schreiben, birgt einige Gefahren, insbesondere, in ethischen Ansprüchen stecken zu bleiben. Ganz ohne Ethik kommt dieser Schwerpunkt nicht aus. Zwei Artikel zum Schwerpunkt rollen die historischen Kennwerte zu Gandhi auf und betten sie in den Entstehungsprozess des unabhängig werdenden Indien ein. Eine nationale Sprache als wesentliches Element der neuen Nation leitete lange Zeit Gandhis Denken. Daraus wurde aus verschiedenen Gründen nichts. Bis heute aber aktuell bleiben die Überlegungen zur Identitätsbildung, die in diesem Fall nicht über die eine Sprache sondern über die Vielfalt der Sprachen in Indien zustande kam und kommt und zur Tiefenstruktur der indischen Gesellschaft gehört. Auch eine nationalistische Strömung im Land wird daran nicht substanziell rütteln können. Mehr...

 

 

 

 

Gender-Fragen in Südasien - Heft Nr. 1/2019

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Der Schwerpunkt Gender-Fragen in Südasien greift insbesondere Themenstellungen aus der Praxis auf. Natürlich wird in allen Ländern Südasiens auch eine theoretische Debatte geführt. Diese ist in diesem Heft weniger prominent vertreten. Für mich persönlich war es aufschlussreich zu lesen, in wie vielen Verästelungen des Alltags inzwischen Gender-Fragen als Richtschnur für eine angemessene und sensible Umsetzung von Programmen und Projekten dienen. Die Sensibilisierung gegenüber Gewalt und Diskriminierung von Personen aufgrund ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung sowie die Bekämpfung der Ursachen beinhaltet nicht zuletzt Fragen der Strukturplanung einschließlich des Energiesektors. Mehr...

 

 

 

 

 

 

Junge Leute in Südasien - Heft Nr. 4/2018

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Der Schwerpunkt im vorliegenden Heft zu jungen Leuten in Südasien könnte beschwingt daherkommen und all die farbig gemalten, wohlig gehaltenen Zukunftsprojekte aufgreifen, mit denen die Jugend beworben wird. Für einige findet diese Zukunft statt, für den großen anderen Teil bleiben sie Träume. So trocken das klingen mag, es sind die Strukturen in den Ländern Südasiens, die ihnen die Zukunft bislang verbauen; mit Sri Lanka als relativer Ausnahme. So ist es kein Zufall, dass die Artikel zum Schwerpunkt sich auf den Grundbesatz der Länder in Sachen Wirtschaft und politischer Ökonomie konzentrieren, das heißt, die politische Programmierung im Bildungs-, Gesundheits- und Arbeitsmarktsektor. Im Ergebnis stimmt vieles nicht optimistisch, und das Versprechen auf Glück wird sich, wenn überhaupt, mit der Familie und dem Umfeld der Freundinnen und Freunde bescheiden. Die Unterschiede zwischen den Ländern rangieren zwischen der Prognose schlecht bis noch schlechter; makaber ideal für die Industrie zur Erzeugung von Illusionen. Mehr...

 

 

 

 

200 Jahre Indologie – ein geistiges Abenteuer - Heft Nr. 3/2018

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Einen Themenschwerpunkt dem 200. Geburtstag der Bonner Indologie, die seit letztem Jahr unter neuen Vorzeichen als „Abteilung für Südasienstudien“ fortlebt, zu widmen, war nicht ohne Risiko. Die in der Wissenschaft geführte Debatte entlang der als Gegensatzpaar begriffenen Indologie versus Südasienwissenschaft kommt an einigen Stellen recht zugespitzt daher, und die Beiträge im Heft lassen dies an manchen Stellen erahnen. Unsere Autor(inn)en haben jedoch den Weg gewählt, die Aussagekraft der unterschiedlichen Forschungsansätze herauszustellen. Sie haben so den Teil der Auseinandersetzung hervorgehoben, der den Nicht-Expert(inn)en die Möglichkeit eröffnet, das Gewinnende zu sehen. Selbst in denjenigen Beiträgen zum Schwerpunkt, die keinen direkten Bezug zur Indologie / Südasienwissenschaft aufweisen, sich jedoch gleichwohl mit Sichtweisen auf Indien beschäftigen, dringt der Aspekt durch, was die Sichteinstellung, das Kalibrieren, an Schärfe und Tiefgang ermöglicht. Mehr...

 

 

 

Adivasi und Indigenität - Heft Nr. 2/2018

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Die Beschäftigung mit indigenen Völkern geschieht nicht nur in Südasien auf vermintem Gelände. Die Verwendung des Begriffs indigen ist zum Teil äußerst umstritten; und nicht nur seitens der üblichen Verdächtigen in Staat und Regierung. Dem sogenannten Essentialismus, das meint immerwährende Eigenschaften, hängt zwar kaum noch jemand nach. Wenngleich auch innerhalb der Unterstützer/-innen für die indigene Sache Anschauungen vertreten werden, wonach es die Gemeinschaft oder die Kultur strikt zu bewahren gelte. Bewahren kann viel bedeuten. Das reine Konservieren von Traditionen würde jedoch den allermeisten indigenen Gemeinschaften und Völkern nicht gerecht. Sie haben immer schon selbst eine dynamische Entwicklung betrieben, um sich Änderungen in der Außenwelt anzupassenMehr...

 

 

 

Megastädte und Urbanisierung in Südasien – Heft Nr. 1/2018

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Einiges ist nicht neu. Dass Mega-Städte wie Mumbai, Dhaka, Karatschi oder Kolkata zu rasch gewachsen sind, um an eine geplante Urbanisierung überhaupt denken zu können, sehen alle, die schon mal dort gewesen sind. Staatliche Einrichtungen und städtische Verwaltungen wurden vom Tempo und Ausmaß der urbanen Veränderungen überrollt; um es zurückhaltend zu formulieren. Die Elendsviertel, ein Produkt der massiven Land-Stadt-Migration, bezeugen jedoch gleichzeitig die ungebrochene, angesichts der sattsamen Erfahrungen unglaubliche Erwartung an ein städtisches Leben im Vergleich zur immer ruinöser werdenden, ländlichen Umgebung. Solche Erwartungen werden zwar regelmäßig und gründlich enttäuscht, aber die Hoffnung auf das bessere Leben durch die Stadt scheint immer noch attraktiver als der Gedanke einer Abkehr aus der Stadt. Mehr...

 

 

 

 

 

 

Fremd im Staat – Indiens ferner Nordosten - Heft Nr. 4/2017

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Über die Jahrzehnte hinweg, in denen ich mich mit dem Nordosten Indiens beschäftigt habe, hat die Abgrenzung zum restlichen Indien am nachdrücklichsten Analysen, Gespräche sowie die Debatten um eine Perspektive markiert. Wer wollte die Unterschiede ernsthaft bestreiten? Im März 2017 gab die Tageszeitung The Hindu (25.03.) einem Artikel Raum, der sich mit Pro und Contra von zwei Zeitzonen beschäftigte. Anlass war eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes (High Court) in Guwahati, der das Ansinnen einer Assamesin nach einer eigenen Zeitzone für den Nordosten abschlägig beschieden hatte. Mehr...